Aktuelle Fortbildungsangebote

„Wer nicht der Fürchterlichkeit des Lebens irgendwann,
mit einem endgültigen Entschlusse zustimmt, ja ihr zujubelt,
der nimmt die unsäglichen Vollmächte unseres Daseins nie in Besitz,
der geht am Rande hin, der wird, wenn einmal die Entscheidung fällt,
weder ein Lebendiger noch ein Toter gewesen sein.“

Rilke


Alle Fortbildungen finden in angenehmen Räumlichkeiten und vertrauensvoller Gruppenatmosphäre statt. Zur Anwendung kommen vielfältige didaktischen Methoden, u.a. erfahrungsorientiertes Lernen. Alle Inhalte werden lebendig und wissenschaftlich fundiert vermittelt. Die Durchführung der Fortbildungen wird anwendungsorientiert und für die jeweilige Teilnehmergruppe passgenau zugeschnitten gestaltet.
Die Zielgruppen der Fortbildungen sind PsychologInnen (in Ausbildung), ÄrztInnen (in Ausbildung), Pflegefachkräfte der Pädiatrie/Kinder- und Jugendpsychiatrie, Mitarbeiterinnen der freien und öffentlichen Jugendhilfe, pädagogische Fachkräfte aus dem Bildungsbereich, LehrerInnen.

Traumapädagogik-Basiskurs

Die Fortbildung stellt eine fundierte Hilfe zur Orientierung dar für pädagogische Fachkräfte, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten. Das Grundkonzept der Fortbildung ist für Fachkräfte aus Bildungs-, Jugendhilfe- und Gesundheitseinrichtungen geeignet und wird auf die jeweilige Zielgruppe angepasst.

1. Tag Grundlagen der Traumapädagogik und Psychotraumatologie
2. und 3. Tag Handlungsansätze und Selbstfürsorge
4. Tag Mit Kindern, Jugendlichen und Eltern sprechen und Kontakte halten

Nach der Fortbildung sind TeilnehmerInnen für den fachgerechten Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen sensibilisiert. Sie verfügen über umfangreiches Basiswissen zu physiologischen und psychologischen Vorgängen bei extremer Stressbelastung und traumaassoziierten Verhaltensauffälligkeiten. Sie sind in der Lage, bei bekannter Traumatisierung, mit betroffenen Kindern und Jugendlichen psychoedukativ zu arbeiten und Verhaltensauffälligkeiten gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen vor dem Hintergrund von traumatischen Erfahrungen sicher einzuordnen. Sie verfügen über Methoden des traumapädagogischen Umgangs mit Kindern und Jugendlichen und sind noch achtsamer für die eigene persönliche und fachliche Grenzen.
• Fortbildung – Dauer 4 Tage


Akute Traumarisierung – Traumapsychologische Hilfen in akuten psychischen Belastungssituationen

Wenn Kinder mit Unfällen, familiären Unglücksfällen, Tod oder Gewalterlebnissen konfrontiert sind, können sofortige psychologische Hilfe und spezielle Methoden den Verlauf günstig beeinflussen und unter Umständen verhindern, dass posttraumatische Belastungsstörungen entstehen. Im Vortrag werden traumpsychologische Methoden vorgestellt, die, wenn sie fachgerecht angewandt werden, Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung akuter Belastungserlebnisse unterstützen und die stets auch vorhanden Ressourcen aktivieren. Die Teilnehmer erhalten Hinweise zu diagnostischen Einordnung und Hinweise, wie sich Erlebnisse prognostisch günstig oder ungünstig auswirken. In der 1-tägigen Fortbildung erhalten die Teilnehmer die Möglichkeit die Methoden einzuüben.

Nach der eintägigen Fortbildung sind TeilnehmerInnen in der Lage den Hilfebedarf in akuten Belastungssituation bei Kindern und Jugendlichen einzuschätzen und bei vorhandenen psychologischen/pädagogischen Vorkenntnissen auch selbst Hilfen anzubieten.
• Fortbildung – Dauer 1 Tag


Familien in traumatischem Stress

„Das Gehirn bevorzugt, was ihm bekannt ist, nicht das, was gut ist.“ lautet ein Zitat des Therapeuten und Forschers Bruce Perry. Damit ist der Inhalt der Fortbildung gut umschrieben: Sie dient einerseits als Einführung in die Theorie und die Mechanismen der transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierung. Fachkräfte, die mit Familien arbeiten, erhalten Einblick in die Konzept der erlernten parentalen Hilflosigkeit. Schwierigkeiten der Eltern, ihre elterliche Rolle am Kindeswohl orientiert auszufüllen, werden vor dem Hintergrund von traumatischer Belastung beleuchtet. In der Fortbildung werden Ansätze zur Bearbeitung der oft erheblichen Veränderungsresistenz in den Familien vorgestellt und Zugangswege eingeübt.

Nach der eintägigen Fortbildung sind TeilnehmerInnen in der Lage die Mechanismen der transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierung bei eigenen Fällen einzuordnen und haben einige Veränderungsansätze erlernt.
• Impulsvortrag 1,5-3 Std. / Fortbildung 1 Tag


Mit Kindern sprechen in belastenden Situationen

Fachkräfte der ambulanten und stationären, der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe stehen regelmäßig vor der Aufgabe mit Kindern auch in hoch belastenden Situationen zu sprechen, um Kinder entsprechend ihres Alters und Entwicklungsstandes an Entscheidungen im Hilfeprozess zu beteiligen. In der Fortbildung werden die Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt und hilfreiche Kenntnisse zu Rahmenbedingungen, Methoden und Materialien vermittelt.
Nach der eintägigen Fortbildung sind TeilnehmerInnen in der Lage einige kreative Zugangswege in Gesprächssituationen selbst anzuwenden.
• Fortbildung 1 Tag


Mit Eltern sprechen

Die Forschung hat darauf hingewiesen, dass die Einbeziehung von Eltern bzw. Sorgeberechtigten in hoch belasteten Situationen ein entscheidender Faktor für das langfristige Gelingen von ambulanten und stationären Hilfen ist. Gerade Eltern, die deutliche Schwächen in Bezug auf ihre Erziehungsfähigkeit aufweisen, sollten an Hilfeprozessen in angemessener Form beteiligt werden. Das Referententeam begleitet die TeilnehmerInnen im erfahrungsorientiertem Erlernen von Methoden der Gesprächsführung mit Eltern.
Nach der zweitägigen Fortbildung sind TeilnehmerInnen in der Lage die Bedeutung der Wertschätzung von Eltern und deren Rolle für das Gelingen von Hilfeprozessen fachlich einzuordnen und haben Methoden eingeübt, wie Eltern bei Schwierigkeiten im Prozess konfrontiert werden und zu kooperativen Prozessen eingeladen werden können.
• Fortbildung – 2 Tage / 2 ReferentInnen



Ich möchte mehr über die Fortbildungen erfahren.